Nachdem sich Herr und Frau Kochfrosch aka Wilder_Wahn für einen Bayerwald-Kurzurlaub zum Wochenende angesagt hatten, sollte es natürlich auch einen interessanten Geocaching-Ausflug geben. Trockenes Wetter war angekündigt, also sprach nichts gegen eine längere Wanderung. Letztes Jahr hatten wir den Lusen (1373 m) nur von Ferne betrachtet, jetzt sollte es über die Himmelsleiter zum Gipfel gehen.
Wie meist kamen wir nicht so ganz früh weg, um 12 Uhr war Start am Parkplatz Fredenbrücke.
Die Tour (Fredenbrücke - Martinsklause - Teufelsloch - Arche am Böhmweg - Sommerweg - Lusengipfel - Schutzhaus - Winterweg - Waldhäuserriegel - Martinsklause - Fredenbrücke) habe ich auf der Übersichtskarte mit roten Punkten gekennzeichnet.
Entlang der kleinen Ohe geht es auf dem steinigen und manchmal etwas feuchten Bachlehrpfad stetig bergan. Überall machen entwurzelte und umgestürzte Bäume klar, dass man sich hier im naturbelassenen Nationalpark befindet.
Erste Station ist nach etwa 30 Minuten die dunkle und ruhig daliegende Martinsklause. Das Wasser aus diesem kleinen Triftsee schwemmte früher die Holzstämme über den begradigten Bergbach ins Tal. Hier dürfen wir auch den ersten Cache suchen: Klausencache Nr. 1 Martinsklause.
Weiter geht es nun auf steileren Wegen Richtung Teufelsloch.
In dieser Felsschlucht verbirgt sich der Bach unter unzähligen Granitblöcken.
Blick auf den bereits zurückgelegten Weg zur Schlucht
Nachdem man die Höhe erklommen hat, geht es erst einmal eben weiter. Der Weg ist durch Holzbohlen gekennzeichnet und darf nicht verlassen werden.
Schon bald taucht die Schutzhütte am Böhmweg auf. Hier steht seit 2008 die Glasarche, ein grenzüberschreitendes Kunstprojekt.
Bald darauf erreichen wir den Sommerweg, der schnurgerade auf den Lusen zuführt. Im letzten Teil führt die Himmelsleiter steil auf den Gipfel.
Die meisten Bäume hier sind durch die Windwürfe der 80er und 90er Jahre schwer beschädigt worden und bildeten so ein optimales Angriffsziel für den Borkenkäfer, der nach dem Motto des Nationalparks "Natur Natur sein lassen" in dieser Zone nicht bekämpft wurde. Doch inzwischen sieht man überall zwischen den grauen Baumstümpfen vielfältiges Grün sprießen: junge Fichten, Birken, Buchen und Ebereschen erobern diesen Lebensraum.
Für den letzten anstrengenden Aufstieg über die Himmelsleiter braucht's noch eine kräftige Stärkung, die wir nach Heben des Borkenkäfer-Caches auf dem Hochwaldsteig zu uns nehmen. Mit dabei sind belegte körnige Joghurtbrötchen und das Fast-Konsumbrot nach Bäcker Süpke, Tomaten aus eigenem Anbau sowie kalter mediterraner Hackbraten und ein paar saure Gurken.
Für den Nachtisch ist ebenfalls gesorgt: Heidelbeeren vom Wegesrand.
Auf Treppenstufen durchquert man das letzte noch bewachsene Stück Bergrücken...
...bevor man im Blockmeer des Gipfels landet. Hier türmen sich auf 200 000 qm in einem wilden Durcheinander Granitblöcke, unter denen der Sage nach ein gewaltiger Schatz des Teufels begraben sein soll.
Geschafft - der Blick zurück auf den Sommerweg.
Oben angekommen widmen wir uns dem Multi Lusen, der nochmals unsere Kraftreserven fordert.
Zur Belohnung geht's anschließend ins nur wenige Meter unterhalb des Gipfels liegende Lusenschutzhaus.
Der Rückweg führt über den angenehm zu begehenden Winterweg zum Lusenparkplatz, wo wir kurz nach 17 Uhr sind. Da wir auf den Bus noch eine ganze Weile warten müssten, entschließen wir uns, den Rückweg zum Parkplatz Fredenbrücke zu Fuß zu machen. Über Waldhäuserriegel geht es wieder Richtung Martinsklause.
Nun schon wieder in weiter Ferne: der Lusen.

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