Tipps und Tricks

18. April 2008

Butterlaible

Wie schon hier erwähnt, wurde ich per Mail nach einem Rezept für schwäbische Butterlaible gefragt. Inzwischen hat der freundliche Chefkochuser mir tatsächlich ein Rezept verraten, was ich gleich weitergeschickt habe. Mit einer Dankesmail kam gleich noch ein weiteres, sehr ähnliches Rezept zurück, was der Fragesteller inzwischen aufgetrieben hatte - es stammt wohl von hier, wo es unter dem Titel Butterkuchen bzw. mürbes Hefebrot läuft.

Bei dem Titel und dem mitgeschickten Foto klingelt es bei mir: das hat ja große Ähnlichkeit mit den mürben Brötchen, die ich aus Tübingen kenne und die ich hier versuchsweise nachgebaut habe.

Butterlaible

Natürlich habe ich das Rezept gleich ausprobiert, wobei ich die Vorgehensweise etwas modifiziert habe Anstelle von Zucker (der im einen Rezept gar nicht vorkommt) habe ich Backmalz verwendet. Milch und Butter habe ich nicht erwärmt.

Zur Verwendung von Butter sagt übrigens Jan Hedh in der mir inzwischen vorliegenden englischen Übersetzung seines Buches Bröd, Artisan Breads:

Die Butter immer bei Raumtemperatur zugeben, das feste Fett bindet mehr Luft im Teig, verbessert die Gäreigenschaften, der Teig wird elastischer und geschmeidiger. Die Gasblasen werden während des Gehens und Backens größer, das Volumen des Brotes wächst. Niemals geschmolzene Butter verwenden, auch wenn viele Kochbücher das empfehlen. Geschmolzene Butter absorbiert mehr Mehl als weiche Butter, was zu schwererem Brot führt. Die Butter nach einigen Minuten Kneten flöckchenweise zugeben.

Ich habe aus dem Teig 2 Brote geformt, die jeweils einen Durchmesser von etwa 20 cm haben. Man kann ihn natürlich auch für mürbe Brötchen verwenden.

Butterlaible in Scheiben

Als Mehl habe ich übrigens sogenanntes Gelbweizenmehl eingesetzt (bezogen von der Adler-Mühle). Das Mehl weist einen höheren Carotinoidgehalt auf als herkömmliche Weizenmehle, was eine leichte Gelbfärbung der Krume verursacht. Ursprünglich besaß Weizen (wie Einkorn) diese gelben Farbpigmente, sie wurden jedoch im Laufe herausgezüchtet, weil man möglichst weißes Mehl wollte. Und nun geht es mit dem Neuzüchtungen wieder in die andere Richtung...

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Butterlaible - mürbes Hefebrot (Petra)
Kategorien: Brot, Schwaben
Menge: 2 Kleine Brote

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl Type 550 oder 405*
1 Teel.   Backmalz
300 Gramm   Milch (kalt verwendet)
20 Gramm   Frischhefe
10 Gramm   Salz
100 Gramm   Butter
H GLASUR
1     Eigelb
1 Essl.   Milch
1 Prise   Zucker
1 Prise   Salz

Quelle

  modifiziert nach
  www.mamas-rezepte.de
  Erfasst *RK* 17.04.2008 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Mehl und das Backmalz in der Schüssel der Küchenmaschine vermischen, in die mitte eine Mulde machen. Die Hefe in etwas von der Milch auflösen und in die Mulde geben. Mit Mehl abdecken und etwa 5-10 Minuten stehen lassen.

Die restliche Milch zugießen und auf Stufe 1 etwa 3 Minuten kneten, bis der Teig zusammenkommt. Dann auf Stufe 2-3 etwa 8 Minuten weiterkneten, dabei das Salz einrieseln lassen und die Butter flöckchenweise zugeben. Der Teig ist am Ende relativ weich und samtig glatt.

Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

Den Teig auf die leicht bemehlte arbeitsfläche geben und in 2 Hälften teilen. Jede Hälfte grob rund formen und abgedeckt 5-10 Minuten ruhen lassen. Dann auf einer unbemehlten Arbeitsfläche zu runden Laiben abdrehen.

Die Laibe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und abgedeckt nochmals 30 Minuten aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Brote mit der Glasur bestreichen und die Oberfläche mehrfach über Kreuz einschneiden.

Die Brote etwa 30-35 Minuten backen (nach Belieben etwas Wasser einsprühen).

Anmerkung Petra:

*ich habe Gelbweizenmehl Type 550 (Adlermühle) verwendet, was der Krume eine leicht gelbe Färbung verleiht.

Original unter
:http://www.mamas-rezepte.de/index1.htm?rezepte2/brot/butterkuchen. htm

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12. Januar 2008

Mayonnaise - blitzschnell mit dem Zauberstab gemacht

Als Beilage für die gegrillte Lachsforelle gab es bekanntlich eine Orangen-Kresse-Mayonnaise. Im Rezept hatte ich erwähnt, dass ich die Mayonnaise nach der Schnellmethode mit dem Pürierstab (in meinem Fall mit dem Zauberstab) mache. Barbara hatte mich nach einer Dokumentation meiner Vorgehensweise gefragt - bitte sehr, hier ist sie:

Viel Spaß beim Anschauen und viel Erfolg beim Nachmachen!

Ein spezielles Danke geht an meinen Kameramann Moritz :-)

22. Dezember 2006

Gänserillettes

Als Alternative für mein Fensterchen des kulinarischen Adventskalenders habe ich ein Rezept für Gänserillettes ausprobiert, was sich auch gut als kulinarisches Geschenk eignet. Rillettes essen wir in allen möglichen Formen ausgesprochen gerne, eine schöne Erinnerung an viele Frankreichurlaube.

Gänsekeulen mit Zucker und Salz

In diesem Rezept aus essen & trinken vom Dezember 2005 werden Gänsekeulen über Nacht mit Zucker und 30 g Salz eingerieben.

zerpflücktes Gänsekeulenfleisch

Am nächsten Tag kocht man die Keulen bis sie ganz weich sind. Das Fleisch wird von Haut, Knochen und Sehenen befreit und zerzupft und mit frischem Thymian und Zitronenschale vermischt.

Leider habe ich das Rezept nicht bis zum letzten durchdacht, sonst wäre mir hier aufgefallen, dass die 30 g Salz vom Marinieren natürlich im Kochwasser landen, in dem die Keulen garen. Die gesamte Gänsebrühe wird später auf 150 ml Fond eingekocht, den man nun mit dem Gänsefleisch mischt. Das wird natürlich viel zu salzig. Also unbedingt die Keulen vor dem Garen abtupfen oder gar abspülen!

Einen guten Tipp für's Einkochen von Flüssigkeiten habe ich kürzlich in Fine Cooking gelesen: Zuerst die benötigte Restmenge Wasser in den verwendeten Topf füllen und die Flüssigkeitshöhe an einem Holzlöffel mit einer kleinen Kerbe markieren. So kann man während des Kochens jeweils leicht kontrollieren, wie nahe man dem Ziel schon ist.

gewürztes Schmalz

Das Gänseschmalz, mit dem das Fleisch übergossen wird, zieht vorher bei sanfter Temperatur einige Zeit mit Lorbeerblättern, Piment und Pfeffer.

Rillettes frisch eingefüllt

Ich habe die Rillettes in kleine Eierkocher mit 150 ml Inhalt gefüllt.

Rillettes nach dem Kaltwerden

Die fertigen Töpfchen nach dem Erstarren des Schmalzes. Sehr nett anzusehen - in diesem Fall aber geschmacklich ein Reinfall, da viel zu salzig. Helmut hat ein bisschen davon mit Todesverachtung verzehrt und behauptet, so schlimm sei das gar nicht. Der Rest ist in einer Tarte aux Rillettes gelandet und hat so doch noch gemundet.

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.3

     Titel: Gänserillettes mit Thymian
Kategorien: Geflügel, Aufstrich, Geschenk
     Menge: 8-10 Gläser

      3            Gänsekeulen (a ca. 500 g)
     20     Gramm  Zucker
     30     Gramm  Salz (s. Anmerkung unten)
     10            Wacholderbeeren
     10            Pimentkörner
     10            Schwarze Pfefferkörner
      3            Lorbeerblätter
    250     Gramm  Gänseschmalz (mit 10% Schweineschmalz )
      2            Unbehandelte Zitronen
     20    Stiele  Thymian
                   Lorbeerblätter zum Garnieren

============================ QUELLE ============================
            essen & trinken Dezember 2005
            -Erfasst *RK* 01.11.2006 von
            -Petra Holzapfel

1. Gänsekeulen mit Zucker und Salz einreihen und über Nacht kalt
stellen. Am nächsten Tag die Keulen* in einen großen Topf mit
reichlich kochendem Wasser geben und bei milder Hitze 2 Stunden
sieden lassen, dabei die aufsteigenden Trübstoffe entfernen. Keulen
herausnehmen und abkühlen lassen. Gänsefond durch ein feines Sieb in
einen Topf gießen und entfetten. Fond bei starker Hitze auf 150 ml
einkochen. Abkühlen lassen. Fleisch von den Knochen lösen, dabei
Haut, Sehnen und Knorpel entfernen.

2. Wacholderbeeren, Piment- und Pfefferkörner in einem Mörser grob
zerstoßen. Lorbeer grob zerteilen. Schmalz erwärmen, Wacholder,
Piment, Pfeffer und Lorbeer zugeben und bei milder Hitze 10 Minuten
ziehen lassen. Schmalz durch ein Sieb in eine Schüssel gießen.
Schale von 1 Zitrone auf einer Haushaltsreibe fein raspeln. Schale
von der restlichen Zitrone mit einem Zestenreißer dünn abziehen.
Zitronenzesten in kochendem Wasser 10 Sekunden blanchieren, in ein
Sieb gießen, abschrecken und abtropfen lassen. Thymianblätter
abzupfen.

3. Fleisch mit Fond, Zitronenschale und Thymian mischen und
gleichmäßig auf 8-10 Gläser (a 150 ml Inhalt) verteilen. Die Gläser
mit dem Schmalz auffüllen, dabei mit einem Holzstäbchen vorsichtig
rühren, damit sich Fleisch und Schmalz gleichmäßig mischen. Mit
Zitronenzesten und kleinen Lorbeerblättern garnieren und mindestens
1 Tag kalt stellen. Dazu passt Bauernbrot.

Zubereitungszeit 3:30 Stunden (plus Kühlzeiten)

Pro Glas (bei 10 Gläsern) 19 g E, 31 g F, 2 g KH = 360 kcal (1513 kJ)

Anmerkung Petra: gemacht mit 4 Keulen, zusammen 1,5 kg.

*Unbedingt die Keulen vor dem Garen abtupfen und ohne die
entstandene Flüssigkeit in kochendes Wasser geben. Der Fond wird
sonst beim Einkochen zu salzig! Lieber nach dem Einkochen nochmal
abschmecken. Dann sehr gut!

Macht sich hübsch in den Jenaer Glas Eierkochern (150 ml Inhalt). 8-
10 werden aber nicht voll.

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30. Januar 2006

Haselnuss-Mousse-Torte mit Schokoglasur

Früher habe ich eigentlich regelmäßig jedes Wochenende einen Kuchen gebacken. Das wurde in der letzten Zeit etwas vernachlässigt, was sowohl durch die plätzchenreiche Weihnachtszeit als auch durch sonstige aushäusige Tätigkeiten bedingt war. Als mir aber letzte Woche der Epicurious Recipe Flash mit dem "Chocolate-Glazed Hazelnut Mousse Cake" auf den Computer flatterte, lockte das doch sehr!

Haselnussmousse-Torte

Die Torte besteht aus einem relativ dünnen festen, mit gerösteten Haselnüssen und Kakao aromatisierten Boden, auf den eine dicke Schicht Mousse aus Nutella, Mascarpone und Sahne kommt. Das ganze wird mit einer Ganacheglasur überzogen.

Das Originalrezept sieht eine 20-cm-Springform vor und ist für 6-8 Personen gedacht. Da ich solch eine Form nicht besitze, habe ich alles auf eine 26-cm-Springform umgerechnet  (hier finden sich dafür nützliche Umrechnungsfaktoren!) und auch gleich noch die El- und Tassenmaße in Gramm umgewandelt sowie leicht angepasst.

Da relativ wenig Gelatine verwendet wird, ist die Mousse schön luftig (und würde auch alleine für sich einen leckeren Nachtisch abgeben!), die Torte allerdings auch nicht extrem stabil. Ich finde sie gut durchgekühlt am besten, würde sie also mindestens 1-2 Tage im Voraus machen. Der Haselnussgeschmack kommt nicht stark hervor, man könnte den Kuchen auch gut als Schoko-Mousse-Torte anbieten.

Noch eine kleiner Tipp, den ich in einem Torten-Kochkurs gelernt habe: Soll der Boden einer Springform mit Backpapier ausgelegt werden, so entfernt man den Rand, legt einen ausreichend großen Bogen Backpapier auf den Boden und schließt den Rand jetzt wieder um den Boden, wobei man das Papier einklemmt, überstehendes Papier wird nun einfach abgerissen. Das geht schnell und hat den Vorteil , dass das Papier nicht verrutschen kann.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Haselnuss-Mousse-Torte mit Schokoglasur
Kategorien: Kuchen, Mousse, Schokolade, Haselnuss
     Menge: 12-16 Stücke

========================= SHORTBREAD BODEN =========================
     35     Gramm  Haselnüsse; geröstet, die braune Haut abgerieben
    100     Gramm  Zucker
    115     Gramm  Weizenmehl
    100     Gramm  Butter
  3 1/2      Essl. Kakao
    1/4      Teel. Salz; knapp

============================== MOUSSE ==============================
  1 3/4      Teel. Gemahlene Gelatine
     75        ml  Wasser
    250     Gramm  Haselnusscreme; z.B. Nutella
    250     Gramm  Mascarpone (Original 190 g)
    500     Gramm  Schlagsahne (Original 600 ml)
  3 1/2      Essl. Kakao
    100     Gramm  Zucker

============================== GANACHE ==============================
    125        ml  Schlagsahne
    175     Gramm  Zartbitterschokolade; gute Qualität, gehackt

=============================== SOWIE ===============================
      1            Springform 26 cm Durchmesser*
                   Backpapier

============================== QUELLE ==============================
                   umgerechnet, skaliert und angepasst nach
                   Gourmet
                   February 2006
                   -Erfasst *RK* 30.01.2006 von
                   -Petra Holzapfel

Für den Boden:

Den Backofen mit einem Rost auf mittlerer Schiene auf 175°C
vorheizen. Die Springform (der Boden sollte glatt sein,
gegebenenfalls umdrehen) mit Backpapier auslegen.

Die Haselnüsse und den Zucker in einem Food Processor
(Küchenmaschine mit Schlagwerk) pulsierend fein hacken. Mehl, Butter,
Kakao und Salz zufügen und pulsierend laufen lassen, bis alles
gerade eben zu einem Teig zusammenkommt.

Den Teig gleichmäßig in den Boden der Form drücken. Mit einer Gabel
mehrfach einstechen, dann etwa 18-20 Minuten im Backofen backen. Die
Form auf einen Rost stellen und in etwa 30 Minuten komplett abkühlen
lassen. Den Rand von der Form abnehmen, vorsichtig das Backpapier
unter dem Boden hervorziehen und den Rand wieder um die Form
schließen. (ich lege jetzt den Rand mit einem Streifen Backpapier
aus).

Während der Boden abkühlt, die Mousse machen:

Die Gelatine mit dem Wasser in einen kleinen Topf geben und nach
Anweisung des Herstellers quellen lassen (5-10 Minuten). Die
Mischung über schwacher Hitze erhitzen, bis sich die Gelatine
aufgelöst hat. Das Nutella zugeben und rühren, bis die Masse glatt
ist. Den Topf vom Herd nehmen.

Den Mascarpone in einer großen Schüssel glattrühren. Die
Nutellamasse einrühren. In einer geeigneten Schüssel Sahne, Zucker
und Kakao zuerst bei niedriger Geschwindigkeit mit dem Handrührer
aufschlagen, dann auf hoher Geschwindigkeit weiterschlagen, bis die
Masse weiche Spitzen bildet. 1/3 der Sahne in die Nutellamasse
rühren, dann den Rest vorsichtig unterheben. Die Füllung auf den
vorgebackenen Boden geben und glattstreichen. Mindestens 3 Stunden
kalt stellen.

Für die Ganache die Sahne in einem kleinen Topf zum Simmern bringen.
Die gehackte Schokolade zugeben und alles 1 Minute stehen lassen,
dann vorsichtig verrühren, bis die Glasur glatt ist. Ganache in eine
kleine Schüssel umfüllen und unter gelegentlichem Rühren so weit
abkühlen lassen, dass sie eindickt, aber noch gießbar ist (ich habe
die Glasur in einen Krug umgefüllt, die Masse war gleich zu
verarbeiten!).

Mit einem warmen dünnen Messer entlang des Innenrands der Torte
fahren und den Tortenrand von der Torte entfernen (Ich entferne den
Rand und ziehe vorsichtig den Backpapierstreifen ab). Die Ganache
auf die Tortenoberfläche gießen und mit einer Palette glattstreichen,
dabei soll der Guss etwas am Rand herunterlaufen dürfen.

Anmerkung Petra: Da relativ wenig Gelatine verwendet wird, ist die
Mousse schön luftig (und würde auch alleine für sich einen leckeren
Nachtisch abgeben!), die Torte allerdings auch nicht extrem stabil.
Ich finde sie gut durchgekühlt am besten, würde sie also mindestens
1-2 Tage im Voraus komplett mit Guss machen.

Original für eine Torte von 20 cm Durchmesser, umgerechnet mit
Faktor 1,69

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20. Januar 2006

Kokosnuss - Kokosmilch - Kokosreis

Zur Rinderzunge soll es nach dem Wunsch von José unbedingt "Arroz con coco frito", einen speziellen Kokosreis geben. Dieser wird vor allem an der Karibikküste Kolumbiens sehr gerne zu gebratenem Fisch gegessen, und dort liegt ja auch Barranquilla, die Heimatstadt Josés. Schon vor 3 Jahren schwärmte er uns dauernd davon vor, konnte aber kein passendes Rezept liefern. Im neuen kolumbianischen Kochbuch findet es sich aber natürlich!

Ich gestehe, dass ich einen kurzen Augenblick über die Verwendung von Kokosmilch aus der Dose nachgedacht habe. Wie ein Wink des Schicksals hatte aber unser Dorf-Edeka gerade jetzt zum ersten Mal seit langem Kokosnüsse - und die klangen beim Schütteln nach viel Wasser, sollten also nicht schon alt und ausgetrocknet sein. Also machen wir es ganz authentisch!

Öffnen der Keimpunkte

Zum Anbohren der drei Keimpunkte habe ich einen Korkenzieher verwendet. Die Löcher lassen sich mit einer Spicknadel noch etwas weiten.

Ablaufen lassen des Kokoswassers

Dann die Nuss in ein feines Sieb legen und das Kokoswasser ablaufen lassen.

das erhaltene Kokoswasser

Ich hatte schon Nüsse mit wesentlich weniger Wasser! Es wird nun wird mit warmem Wasser auf 250 ml aufgefüllt und beiseite gestellt.

Zerkleinern der Kokosnuss

Zum leichteren Knacken der Kokosnuss verwende ich einen Trick, den ich mal in einer essen & trinken gelesen habe: die Kokosnuss wird 10-15 Minuten in den  auf 200°C erhitzten Ofen gelegt. Dann zeigen sich schon deutliche Risse, den Rest besorgen ein paar gezielte Schläge mit dem Rücken eines Küchenbeils oder einem Hammer.

das gewonnene Kokosfleisch

Das Fleisch lässt sich nun leicht und komplett aus der Schale schneiden.

das geraspelte Kokosfleisch

Die fertig geraspelte Kokosnuss.

Leider bin ich hier mit der Raspelscheibe des Foodprocessors meiner Kenwood-Küchenmaschine nicht 100% zufrieden: da die Scheibe einen deutlich kleineren Durchmesser hat als das Gefäß, rutschen immer wieder kleinere Stücke Reibgut durch, die man dann mühsam aus dem geraspelten herausklauben darf :-( Gibt's da Tricks, um das zu vermeiden?

Die Kokosraspeln vermischt man nun mit dem aufgefüllten Kokoswasser und arbeitet alles mit der Hand kräftig durch. Die Raspeln auf ein feines Sieb geben und gut auspressen.

die 4 Fraktionen der Kokosmilch

Diese aufgefangene Milch steht ganz links. In dieser 1. Fraktion sieht man deutlich den größten Gehalt an fetthaltiger Kokossahne, es hat sich nur relativ wenig Wasser unten abgesetzt. Das Kneten der Raspeln wird noch dreimal mit jeweils 250 ml warmem Wasser wiederholt - wie man sieht ist im letzten Glas praktisch keine Schichtbildung mehr zu erkennen.

Für den Kokosreis kombiniert man nun Fraktion 2-4 und stellt sie beiseite.

Karamallisieren der 1. Fraktion Stufe 1

Die fetthaltige Kokosmilch gibt man nun mit 2 El Zucker in einen Topf und lässt alles einkochen.

Karamallisieren der 1. Fraktion Stufe 2

Bald ist das Wasser verdampft und das Kokosöl setzt sich ab. Darin soll nun der Zucker karamellisieren.

Karamallisieren der 1. Fraktion Stufe 3

Wenn die Masse die Farbe sehr dunklen Karamells angenommen hat, löscht man mit der restlichen Kokosmilch ab und köchelt, bis sich alle Rückstände gelöst haben. In dieser Flüssigkeit wird nun der Reis gekocht.

Ich war wohl etwas zu vorsichtig: beim nächsten Mal werde ich den Karamell noch dunkler kochen, der Reis auf dem Foto im Buch hat nämlich eine deutlich braunere Färbung als mein

fertiger Kokosreis

fertiger Kokosreis.

Die Zeitangaben im Buch halte ich übrigens für etwa unrealistisch - dort sind 20 Minuten für die Vorbereitung und 35 Minuten fürs Kochen angegeben, so schnell schaffe ich das alles jedenfalls nicht ;-)

Je nachdem, zu was der Reis serviert wird, kann man übrigens am Schluss noch einige Rosinen im Reis mitgaren.

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Zum Öffnen einer Kokosnuss
Kolumbianischer Kokosreis - Arroz con coco frito

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.02

     Titel: Zum Öffnen einer Kokosnuss
Kategorien: Info, Kokos
     Menge: 1 Info

                   Kokosnuss

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   essen & trinken 12/86
                   erfasst von Petra Holzapfel

Durch Schütteln prüfen, ob die Nuss genügend Milch enthält.

Die drei Keimpunkte mit einem guten Korkenzieher oder Bohrer
aufbohren. Die aufgebohrte Kokosnuss zum Ablaufen in ein Sieb legen,
evt. mit einer Spicknadel nachbohren.

10-15 Minuten in den 200°C heißen Ofen legen, dann sollte die Schale
in den meisten Fällen in großen Stücken von alleine aufplatzen. In
hartnäckigen Fällen hilft der vorsichtige Einsatz eines Hammers.

Von Hand geriebene Kokosnuss schmeckt intensiver als in der
Moulinette zerkleinerte.

Frische Kokosnuss lässt sich hervorragend einfrieren, geschält und
ungeschält, gerieben oder im Stück.

Aufbewahrung bis zu 1 Monat.

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========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.02

     Titel: Kolumbianischer Kokosreis - Arroz con coco frito
Kategorien: Beilage, Reis, Kokos, Kolumbien
     Menge: 8 Personen

      1            Kokosnuss
      2      Essl. Zucker
    500     Gramm  Reis
                   Rosinen; nach Belieben
                   Salz; nach Geschmack

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   El Menú diario Colombiano
                   -Erfasst *RK* 20.01.2006 von
                   -Petra Holzapfel

Das Kokoswasser ablaufen lassen, auffangen und mit warmem Wasser auf
250 ml ergänzen.

Das Kokosfleisch reiben, das Kokoswasser zugeben, alles mit der Hand
durcharbeiten und auf einem Sieb ausdrücken um die 1. Kokosmilch
aufzufangen. Beiseite stellen.

Diesen Vorgang noch dreimal wiederholen, bis man 3 weitere Tassen
Kokosmilch erhält. Diese 3 Tassen nicht mit der zuerst gewonnenen
Milch vereinigen.

In einem mittleren Topf die erste Milch und den Zucker geben und bei
mittlerer Hitze kochen, bis der Inhalt die Farbe verbrannten
Karamells annimmt ("color de caramelo quemado"). Die restliche
Kokosmilch zugießen und so lange rühren, bis keine braunen Stückchen
mehr vorhanden sind.

Salz und den Reis zugeben. Auf starker Hitze zum Kochen bringen,
dann die Temperatur reduzieren und so lange köcheln, bis an der
Reisoberfläche Krater sichtbar werden. Falls man Rosinen verwenden
möchte, diese nun zufügen. Den Topf zudecken und bei sehr niedriger
Temperatur so lange dämpfen, bis der Reis gar ist.

Anmerkung Petra: ich musste zum Garen des Reises (Patna-
Langkornreis) noch weiteres Wasser zusetzen. Außerdem war ich wohl
beim Karamellisieren etwas zu vorsichtig: Beim nächsten Mal werde
ich den Karamell noch dunkler kochen, der Reis auf dem Foto im Buch
hat nämlich eine deutlich braunere Färbung als meiner.

Die Zeitangaben im Buch halte ich übrigens für etwa unrealistisch
dort sind 20 Minuten für die Vorbereitung und 35 Minuten fürs Kochen
angegeben, so schnell schaffe ich das alles jedenfalls nicht;-)

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29. Dezember 2005

Silber Putzen für Faule

Wenn der Tisch festlich gedeckt werden soll, hole ich gerne das Silberbesteck aus der Schublade. Es ist zwar nur versilbert, aber trotzdem läuft es mit der Zeit an.

Größere Mengen davon mit Silberputzmittel oder einem Silberputztuch zu polieren, ist zeitaufwändig und gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Wie gut, dass es da einen Trick gibt, der ganz einfach mittels Alufolie, heißem Wasser, Salz und etwas Essig zu realisieren ist:

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.0

     Titel: Silber Putzen einfach gemacht (Silberbad)
Kategorien: Haushalt, Infos
     Menge: 1 Rezept

                   Plastikschüssel
                   Heißes (fast kochendes) Wasser
      2      Essl. Salz
                   Essig
                   Alufolie

============================== QUELLE ==============================
                   erfasst von Petra Holzapfel

In eine Plastikschüssel eine Lage Alufolie legen, heißes Wasser
einfüllen, Salz dazugeben (soll sich auflösen), angelaufenes
Silberbesteck einlegen.

Resultat: glänzendes Besteck :-)

Tipp 1 von Dr. Stefan Liebing in de.etc.haushalt am 17.9.98:

Statt Haushaltsalufolie Schokoladeneinwickelfolie verwenden, statt
Salz Backpulver oder Natron

Tipp 2 von Martin Engelhardt (Department of Food Technology
University of Hohenheim):

Man muss das Medium noch ansäuern, am besten mit Essig.

Also:

Alufolie in ein Gefäß legen, kräftig Salz darüber geben, Wasser
zugießen, Silber auf die Alufolie legen, ein kräftiger Schuss Essig
ins Wasser, einwirken lassen.

(Achtung: Bei größerer Verschmutzung des Silbers empfiehlt es sich
gut zu lüften, außer man steht auf den Geruch fauler Eier (als
Reaktionssprodukt entsteht nämlich H2S)

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Und so sieht das Ergebnis nach wenigen Minuten aus:

Bei hartnäckigen Verfärbungen (wie etwa bei der Fleischgabel in der Mitte) kann man jetzt immer noch mit dem Putztuch nacharbeiten.

29. Juni 2005

Erdbeerkonfitüre mit Kokosmilch und ein Trick

Zur Zeit ist Haupternte auf den Erdbeerfeldern hier in der Gegend.

Neben der Erdbeerkonfitüre mit Holunderblüten mache ich seit einigen Jahren auch gerne Erdbeerkonfitüre mit Kokosmilch.

Die "normale" Vorgehensweise ist ja, die heiße Konfitüre in Gläser mit Schraubverschluss zu füllen, diese kurz auf den Kopf zu stellen und nach dem Abkühlen schön aufgereiht im Keller zu lagern. Dabei geht gerade bei Erdbeeren nach einiger Zeit leider die schöne leuchtend rote Farbe verloren.

Hier hilft ein ganz einfacher Trick: ich fülle immer auch mehrere tiefkühl-geeignete Plastikgefäße mit der heißen Konfitüre und friere diese nach dem Abkühlen ein. Wenn man sie im Spätwinter aus der Truhe holt und in Gläser umfüllt, hat man eine wunderbar aromatische Konfitüre, die ihre ursprüngliche Farbe behalten hat.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Erdbeerkonfitüre mit Kokosmilch
Kategorien: Konfitüre, Erdbeere, Kokos
     Menge: 3 Gläser*

    900     Gramm  Erdbeeren; geputzt gewogen
      1      Dose  Kokosnussmilch a 165 ml
    500     Gramm  Extra Gelierzucker 2:1
      1      Pack. Zitronensäure

============================== QUELLE ==============================
                   Brigitte Viva!
                   12/2001
                   -Erfasst *RK* 06.06.2001 von
                   -Petra Holzapfel

*Gläser a 300 ml

Erdbeeren abspülen, trocken tupfen, den grünen Stängelansatz
entfernen. Früchte würfeln und 900 g abwiegen.

Alle Zutaten in einen weiten hohen Topf geben und verrühren. Alles
langsam aufkochen lassen. Wenn es kräftig sprudelnd kocht,
mindestens 3 Minuten unter Rühren sprudelnd weiterkochen.

Die Konfitüre sofort bis zum Rand in saubere Schraubgläser füllen,
fest verschließen und etwa 5 Minuten auf den Deckel stellen.

Anmerkung Petra:

Ansatz mit 1 kg geputzten Erdbeeren, 200 ml Kokosmilch, 200 g
Gelierzucker 1+3, 600 g Gelierzucker 1+1, 1 Pk Zitronensäure (oder
auch nur Gelierzucker 1+1, dann 2 pk Zitronensäure). Vor Aufkochen
mit dem Pürierstab grob zerkleinert. Sehr gut!

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16. Januar 2005

Fotos in Food Blogs

Ich habe den Eindruck, in letzter Zeit wird den Fotos in den Food Blogs deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Immer wieder komme ich auf Seiten, bei denen ich bewundernd denke: Wow, solche Bilder möchte ich auch machen!

Da ist es kein Wunder, dass Ronald von loveSicily einen Foto-Wettbewerb unter dem Titel Does My Blog Look Good In This? ins Leben gerufen hat, bei dem man sein schönstes Foto des vergangenen Monats einreichen kann. Zur Abstimmung ist jeder berechtigt, der Sieger darf seinen Blog dann mit dem Banner "Good Looking Blog of The Month" schmücken .

Erster Gewinner im Dezember war A la Cuisine! Im Januar teilten sich tinyfork und Simply Recipes den ersten Platz.

Bis gestern konnten noch Beiträge für die nächste Abstimmungsrunde eingereicht werden, ab heute kann man sich aktiv an der Wahl des Siegerfotos beteiligen. Am 1. Februar wird das Ergebnis bekannt gegeben.

Hier noch einige Seiten, die sich mit Food-Fotografie beschäftigen:

Food Photography Blog - Tipps vom Food Fotografen Michael Ray (englisch)
Tipps zur Food und Drink Fotografie von Frank Hoffmann
Die Sendung mit der Maus - die Sachgeschichten über Foodfotos
PHOTOGRAPHIE-Ausgabe 4/2001 - Food-Fotografie: Delikatessen im Fokus
Shutterbug - An Insider’s Look At Food Photography - “If You Can Shoot Food, You Can Shoot Anything!” (englisch)
Simone Paddock über Tasteful Food Photography (englisch)
Food Photografy - Delicious Shots.Cheap. (englisch)
Cook's Illustrated - Food Photography Tips (englisch)
CHIP Foto-Video digital (11/2004) "Food-Fotografie - Tricks und Bilder der weltbesten Fotografen" (Artikel nicht online verfügbar)

Für eine Ergänzung dieser Liste bin ich sehr dankbar!

So interessant und gut sich viele der in den Links genannten Tipps in der Theorie auch anhören - die Umsetzung in die Praxis beim bloggenden Foodie scheitert doch meist daran, dass eine hungrige Familie schon ungeduldig auf das Essen wartet. Also bitte ich um Verständnis, wenn meine Fotos auch weiterhin nicht perfekt sind - der Genuss beim Essen ist mir wichtiger :-)

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