
Am Sonntag Abend stand nun auch hier das erste Gericht aus dem Buch auf dem Tisch.
Sehr praktisch: morgens hatte ich schnell ein Hähnchen zerteilt und mit Fenchel, Gewürzen und einer Pernod-Zitrus-Marinade zusammengesperrt, nach einer ganztägigen Geocaching-Wandertour zum Osser musste abends alles nur in einer Auflaufform verteilt werden und für eine knappe Stunde in den Backofen.

Auf das von Ottolenghi vorgesehene Einkochen der Garflüssigkeit auf 80 ml (!) habe ich glücklicherweise verzichtet - diese konzentrierte Sauce wäre viel zu salzig geworden. So war es einfach nur perfekt, ein ungemein aromatisches Gericht mit einem köstlich nach Mandarinen schmeckendem Fenchel. Den könnte ich mir sogar solo in gleicher Art mariniert und gebacken als Gemüse-Hauptgericht oder -Beilage vorstellen.
Ottolenghi empfiehlt als Beilage Reis oder Bulgur, uns hat eine Scheibe Brot zum Auftunken der Sauce völlig gereicht. Ok, bei ihm soll (ein etwas größeres) Huhn auch 4 Personen satt machen, wir hungrigen Wanderer haben es zu zweit ratzeputz aufgefuttert.
Auf dem Foto im Buch ist ist übrigens alles sehr stark gebräunt, auch Clementinen und Fenchel, das sieht mir stark nach Flammenwerfer oder zumindest massivem Grilleinsatz aus ;-)

Blick von der Osserwiese Richtung Hoher Bogen
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Backofen-Hähnchen mit Clementinen und Fenchel |
| Kategorien: | Geflügel, Hähnchen, Gemüse, Früchte |
| Menge: | 2 Portionen |
Zutaten
| H | MARINADE | ||
| 100 | ml | Arrak, Ouzo oder Pernod (P: Pernod) | |
| 4 | Essl. | Olivenöl | |
| 3 | Essl. | Frisch gepresster Orangensaft | |
| 3 | Essl. | Frisch gepresster Zitronensaft | |
| 2 | Essl. | Grobkörniger Senf | |
| 2 1/2 | Teel. | Salz | |
| 1 1/2 | Teel. | Schwarzer gemahlener Pfeffer | |
| 3 | Essl. | Brauner Zucker (P: 2 1/2) | |
| H | SOWIE | ||
| 2-3 | Fenchelknollen; in Achteln | ||
| 1 | Hähnchen à 1,3 kg (P: etwas weniger); in 8 Teile | ||
| -geteilt | |||
| 4 | Bio-Clementinen (400 g); in Scheiben* | ||
| 1 | Essl. | Thymianblätter | |
| 2 1/2 | Teel. | Fenchelsaat; leicht angedrückt | |
| Gehackte glatte Petersilie; zum Garnieren, nach | |||
| -Belieben | |||
Quelle
| nach | |
| Yotam Ottolenghi, Sami Tamimi | |
| Jerusalem |
| Erfasst *RK* 19.11.2012 von | |
| Petra Holzapfel |
Zubereitung
Die Zutaten für die Marinade in einer Schüssel verrühren.
Hähnchenteile, Fenchel, Clementinenscheiben, Thymian und Fenchelsaat in einen großen Gefrierbeutel geben, die Marinade dazuschütten, alles gut durchmischen und für mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank marinieren.
Den Backofen auf 220°C vorheizen. Das Hähnchen mit der Hautseite nach oben in eine ausreichend große Auflaufform geben, die anderen Zutaten dazwischen verteilen (alles soll einlagig liegen), die Marinade darübergießen.
Die Form für etwa 45-55 Minuten* in den Backofen schieben. Am Schluss soll das Geflügel gar sein, die Haut schön gebräunt und knusprig.
Anmerkung Petra: ganz ausgezeichnet! Tolle Citrus-Aromen, gerade auch der Fenchel ist richtig schön durchgezogen. Ich würde deshalb aufs Marinieren nicht verzichten wollen.
Ottolenghi nimmt anschließend die Teile aus der Garflüssigkeit und kocht diese auf 80 ml(!) ein. Diese konzentrierte Sauce wäre mir aber deutlich zu salzig, zumal die Marinade ja aus schon aus 60 ml Olivenöl besteht... Die Petersiliengarnitur habe ich weggelassen. Ottolenghi empfiehlt als Beilage Reis oder Bulgur, uns hat eine Scheibe Brot zum Auftunken der Sauce völlig gereicht.
*Ottolenghi gibt 35-45 Minuten vor, bei mir waren die Teile nach 55 Minuten schön braun. Sicher geht auch mein Standard-Hähnchen vom Blech-Wert 1 Stunde bei 200°C.
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