Mein alle zwei Wochen vorbeikommender Eier- und Geflügelmann bot mir jetzt ein frisches Kaninchen aus eigener Zucht an, klar konnte ich da nicht nein sagen. Es war wohl ein Wink des Schicksal, dass das Duo Meuth/Neuner-Duttenhofer in der letzten Servicezeit Essen & Trinken auch gerade Kaninchen anpries (gesehen habe ich es zwar nicht, aber über den Newsletter erfahren). Wie auch ich es gerne mache (z.B. hier und hier), wurden aus dem Tier gleich mehrere Gerichte zubereitet. Warum also nicht mal etwas davon ausprobieren?

Als erstes waren die ausgelösten Rückenfilets dran, Wiener Schnitzelchen sollten es eigentlich werden. Nun war unser Tier aber ziemlich klein, ich habe deshalb die Stücke quer halbiert, die dünnen Teile einfach etwas plattiert, die dickeren ein- aber nicht aufgeschnitten und ebenfalls plattiert. Natürlich wird Panko zum Panieren verwendet, da rennt man hier offene Türen ein.
Helmut war von der Saftigkeit der Stücke begeistert: so einen guten Kaninchenrücken hatten wir noch nie, war sein Kommentar. Inzwischen habe ich diese hübschen Kräuter-panierten Kaninchen entdeckt - da weiß ich ja schon, was ich mit dem nächsten Tier anfange.
Weil die Innereien auch schnell verwertet werden sollten, habe ich Leber und Nierchen gleich mit auf den Teller gepackt. Sie wurden einfach kurz angebraten, gewürzt, mit etwas Balsamico beträufelt und mit frischer Petersilie durchgeschwenkt.
Dazu gab es meinen schwäbischen Kartoffelsalat aus Bamberger Hörnla, allerdings mit roten Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und Kresse.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Schwäbischer Kartoffelsalat |
| Kategorien: | Salat, Kartoffel, Schwaben |
| Menge: | 4 Portionen |
Zutaten
| 1 | kg | Festkochende ("Speckige") Kartoffeln | |
| 400 | ml | Kräftige Fleischbrühe; Menge anpassen | |
| 1 | Zwiebel; gewürfelt | ||
| 4 | Essl. | Guter Rotweinessig; nach Bedarf mehr | |
| Salz | |||
| Pfeffer | |||
| 6 | Essl. | Öl |
Quelle
| Erfasst *RK* 05.07.2003 von | |
| Petra Holzapfel |
Zubereitung
Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser als Pellkartoffeln kochen. Abgießen und noch heiß schälen.
Währenddessen die Fleischbrühe mit der Zwiebel und dem Essig aufkochen.
Die Kartoffeln in Rädchen schneiden und lagenweise mit der heißen Zwiebelbrühe in eine Schüssel geben. Etwa 1 Stunde ziehen lassen, dabei einmal vorsichtig wenden. Mit Salz, Pfeffer und evt. noch Essig abschmecken. Das Öl erst zum Schluss zugeben, alles nochmal vorsichtig vermengen.
Nach Belieben mit Schnittlauch bestreut servieren.
Varianten: rote Zwiebeln verwenden, Frühlingszwiebeln dazugeben.
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