Helmut hatte diese Woche geschäftlich in München zu tun. Zur Erholung ist dann immer noch ein Bummel über den Viktualienmarkt fällig.

Für mich sind dabei 1 kg sehr kleine, aber extrem stachelige Artischocken, junger Knoblauch und Pak Choi abgefallen. Den Kohl habe ich gestern zu knusprigem Schweinebauch auf Pak Soi verarbeitet.

Die Artischocken sind nach ein bisschen Präparieren schon wesentlich angenehmer anzufassen :-) Übrig geblieben sind 500 g geputztes Gemüse.

Mit einer Hälfte davon habe ich ein weiteres Rezept von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer zubereitet: Artischocken à la Barigoule. Ein wirklich feines kleines Essen, das prima auf ein mediterranes Buffet passt.
Die andere Hälfte habe ich für Wachteln auf geschmortem Gemüse aus essen & trinken vom Juli 2001 verwendet.

Nicht wirklich schlecht, doch würde ich das Rezept beim nächsten Mal
abändern und die Gemüse nicht vorkochen, sondern deutlich länger
im Ofen schmurgeln lassen, damit sie ein bisschen karamellisieren. Auch sonst hat das Rezept einige Mängel: schon der Schmorfond ist sehr üppig bemessen - ich habe meinen selbstgemachten Kalbsfond eingesetzt, allerdings in geringerer Menge als angegeben.

Wer dann noch 100 g Maisgrieß in 1,5 l Salzwasser kippt und meint, damit eine leckere Polenta für 4 Personen zubekommen, wird bitter enttäuscht werden. Ich rechne da eher mit 200 g Maisgrieß auf 0,8-1 l Flüssigkeit, ich habe Hühnerbrühe und Milch im Verhältnis 1:1 genommen. Ein Stich Butter am Schluss schadet nicht ;-)
Wir haben wieder einmal festgestellt, dass Wachteln entbeint einfach angenehmer zu essen sind :-) Darüber hinaus ist das Fleisch saftiger, wenn man es nur kurz brät.







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