Rote Bete Gnocchi mit Rosmarinbutter
Das Garten-Koch-Event für September beschäftigt sich mit "Roten Beten", einem Gemüse, das bei vielen Leuten keine große Begeisterung hervorzurufen scheint.

Ich setze im Frühjahr immer einige Pflänzchen, gebe aber zu, dass ich bei Rezepten bisher nicht allzu experimentierfreudig war. Die roten Knollen finden hier meist Verwendung in Süppchen, Eintöpfen oder eingelegt im klassischem Heringssalat. Gut schmeckt auch der rosa Gemüsequark mit Rote-Bete-Carpaccio.
In der neuen Bon Appetit (Spezialausgabe zum 50jährigen Bestehen der Zeitschrift) ist mir gleich ein Rezept des Angeli Caffé in Los Angeles aufgefallen, das nachgekocht werden musste: Rote Bete Gnocchi mit Rosmarin.

Der leuchtend rote Teig aus im Ofen gebackenen, fein geriebenen Roten Beten, Ricotta, Ei, Parmesan und Mehl ist ausgesprochen weich. Nach etwa 10 geformten Gnocchi habe ich erst mal ein kurzes Probekochen eingeschoben, um nachher nicht mit lauter zerfallenen Stückchen da zu stehen. Aber nein - die Teilchen kommen perfekt an die Oberfläche und schmecken locker, lecker, würzig - klasse!

Die gegarten Gnocchi werden in mit Rosmarin aromatisierter Butter geschwenkt und mit Parmesan bestreut serviert. Obwohl die Pasta wegen ihrer auffallenden Farbe anfangs misstrauisch beäugt wurde, hat dann noch jeder einen Nachschlag verlangt.
Zum Nachkochen unbedingt empfohlen und ein würdiger Beitrag fürs Garten-Koch-Event :-)
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2.1
Titel: Rote Bete Gnocchi mit Rosmarinbutter
Kategorien: Nudel, Gemüse, Käse
Menge: 8 Personen*
2 mittl. Rote Bete (benötigt werden etwa 200 g der
-gebackenen Bete)
450 Gramm Ricotta
1 groß. Ei
75 Gramm Frisch geriebener Parmesan
1 1/4 Teel. Salz
1/4 Teel. Frisch geriebener schwarzer Pfeffer
140 Gramm Weizenmehl für den Teig
75 Gramm Weizenmehl zum Formen
115 Gramm Butter
8 Rosmarinzweige von etwa 7,5 cm Länge
Frisch geriebener Parmesan; zum Servieren
============================ QUELLE ============================
nach
Bon Appetit
October 2006
-Erfasst *RK* 27.09.2006 von
-Petra Holzapfel
*für 8 als Vorspeise oder für 4 als Hauptgang (Petra: 1/2 Rezept
ergaben bei mir 45 Stück)
Den Backofen auf 225°C vorheizen. Die gewaschenen Bete in Alufolie
wickeln und etwa 1 Stunde backen, bis sie gar sind. 15 Minuten
abkühlen lassen, dann die Schalen unter fließendem Wasser abstreifen.
Die Bete grob reiben (Petra: feine Microplane-Reibe). 200 g Bete in
eine Schüssel geben, mit Ricotta, Ei, Parmesan, Salz und Pfeffer
vermischen. Das Mehl einrühren. (Kann bis hierher am Vortag
vorbereitet werden. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren).
Ein Backblech leicht mit Mehl bestäuben**. Etwa 75 g Mehl in eine
kleine Schüssel geben. Mit Hilfe von 2 Teelöffel kleine Nocken aus
dem (sehr weichen) Teig abstechen und in die Schüssel mit dem Mehl
geben. Mit Mehl bestäuben und mit den Händen zu kleinen Zylindern
rollen (ich habe sie noch über ein gerilltes Gnocchi-Brettchen
gerollt). Gnocchi auf dem Backblech ablegen. (Gnocchi können bis zu
6 Stunden im Voraus zubereitet werden, abdecken und kalt stellen.)
Die Butter mit dem Rosmarin in einer großen Pfanne auf mittlerer
Stufe etwa 3 Minuten erhitzen, bis sie beginnt zu bräunen. Die
Pfanne beiseite stellen.
Die Gnocchi portionsweise in einen großen Topf mit simmerndem
Salzwasser geben, bis sie nach etwa 2 Minuten beginnen, an die
Oberfläche zu steigen. Weitere 1 1/2 Minuten köcheln, dann mit einem
Schaumlöffel herausnehmen und in die Pfanne mit der Rosmarinbutter
geben. Die Pfanne nochmals auf mittlerer Stufe erhitzen, bis alle
Gnocchi wieder heiß sind, dabei vorsichtig rühren, damit alle Pasta
von der Butter überzogen ist. Die Gnocchi auf Teller verteilen,
großzügig mit Parmesan bestreuen und servieren.
Anmerkung Petra: Ich habe das halbe Rezept gemacht, würde auch gut
für 6 als Vorspeise reichen.
**Wenn die Gnocchi einige Zeit auf dem Blech mit Mehl liegen,
feuchtet dieses durch und klebt an den Gnocchi, diese lassen sich
nicht ganz leicht abnehmen. Geöltes Blech testen.
Der Teig ist ausgesprochen weich, ergibt aber beim Garen stabile,
wunderbar lockere Gnocchi. Extreme Farbe, ausgezeichneter Geschmack!
=====





Sieht farblich wirklich toll aus und geschmacklich scheint's ja auch zu stimmen.
Kommentiert von:zorra | 27. September 2006 um 19:20 Uhr
Die sehen phantastisch aus, Petra. Wow! Möchte dennoch nicht wissen, was für eine Schweinerei das Reiben war - selbst in der Küchenmaschine ;-)
Kommentiert von:Claudia | 27. September 2006 um 20:52 Uhr
Hm, die sehen ja lecker aus. Ich bin ja zugegebenermaßen auch keine Rote Beete Fan. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es die bei uns als Kind immer nur als gekaufte Sauerkonserve gab.
Kommentiert von:Kaffeebohne | 27. September 2006 um 21:04 Uhr
Super genial!! Coole Fotos! Was sieht das lecker aus. Halte bitte eine Portion warm - ich komme gleich zum Essen vorbei.
Das erinnert mich übrigens an die rote Pasta im deliciousdays Blog vor einiger Zeit. Fand ich auch total klasse. Würde ich auch gerne nachkochen, aber ich habe schon Angst vor der eingefärbten Küche. Gibt es davon eigentlich auch Bilder? :-)
Bin seit ein paar Tagen auch Foodblogger. Schau doch mal vorbei.
-Ten
Kommentiert von:Green Tentacle | 28. September 2006 um 01:07 Uhr
Hallo Claudia, hallo Ten,
keine Angst: ich habe die Roten Bete völlig problemlos und Schweinerei-frei ;-) allerdings mit Gummihandschuhen händisch auf der Microplane geraspelt.
Kommentiert von:Petra | 28. September 2006 um 08:34 Uhr
Ich liebe Rote Beete. Und die Gnocchis sehen wirklich eines Nachkochens würdig aus. Die Mühe mache ich mir auch bald!
Kommentiert von:creezy | 28. September 2006 um 10:38 Uhr
Wow! Das sieht ja echt genial aus! Das werde ich nachkochen!
Bei mir war die Rote Bete-Verarbeitung aber auch nicht so die Sauerei, wie ich befürchtet hatte, ging mit einem feuchten Tuch alles wieder weg und die Hände waren nach 2x waschen auch nur noch ein kleines bischen rosa (möglichst unter fließendem Wasser arbeiten).
Kommentiert von:Rike | 28. September 2006 um 19:32 Uhr
"...nicht allzu experimentierfreudig..." hast du schon mal rohen rote Betesalat probiert? Kann ich Dir gern mal ein Rezept mailen! Ist außerdem medizinisch von Nutzen! Wen es interessiert ich geb es gerne weiter.
capucca
Kommentiert von:capucca | 29. September 2006 um 19:44 Uhr
Danke für dieses Rezept. Das muß ich unbedingt probieren ! Ich mache ganz ähnliche Spinat-Ricotta Gnocchi, werde demnächst darüber bloggen. Liebe Grüße aus dem heute erstmals kühlen Wien !
Kommentiert von:angelika | 04. Oktober 2006 um 12:46 Uhr
Die sehen gigantisch aus und sind super-lecker. Ich habe diese gleich ausprobiert und sofort in meine Speiseplan aufgenommen. Kann ich nur jedem empfehlen!
Kommentiert von:schokonik | 04. Januar 2007 um 08:31 Uhr